Der Osten IV

Der Osten IV

Leithagebirge bei Purbach

Burgenland

Die baumbewachsenen Wellen vom Leithagebirge.
Wie eine sanfte Dünung in Grün rollen sie in Richtung pannonischer Ebene.
Ein letzter Schwung des Kalksandsteins verebbt im flachen Land.

Auf den Wald folgen Streifen von Ackerland für Obst und für Wein.
In eigenem Rhythmus strömen sie auf den Ort Purbach zu.

Dahinter beginnt schon das Schilf, das den Neusiedler See schützend umfließt.
Und schließlich die Weite, die sich nur ahnen lässt.
Einzig der Wind trägt ihre Geschichten zu uns herüber.

Mörbisch

Burgenland

Wein wächst hier vermutlich schon seit der Antike.
Damals gehörte das Gebiet zur römischen Provinz Pannonien,
und neben anderen nützlichen Dingen hatten die Römer auch den Weinanbau mitgebracht.

Der Name des Ortes taucht jedoch im 12. Jahrhundert erstmals in einer Chronik auf.
Als „Possessio Meggyes“, was übersetzt so viel wie „der Ort voller Kirschen“ heißt.
Aus dem ungarischen Meggyes wurde dann später Mörbisch.

Für Kirschen ist Mörbisch heute eher nicht bekannt.
Wohl aber für die sommerlichen Aufführungen von Operetten und Musicals auf der Seebühne.
Mit dem Neusiedlersee als Kulisse.

Burg Forchtenstein

Burgenland

Berge und Felsen sind ja eher die Ausnahme im Burgenland.
Aber Burgen, die gibt es – sagt ja schon der Name.
Burg Forchtenstein hat all das: Eine Burg auf einem gebirgigen Felsen.

Der Bergfried ist 50 Meter hoch und seine Mauern sind bis zu sieben Meter dick.
Auch deshalb nennt sie der Volksmund „Tresor der Esterhazy“.
Seit 1622 gehört sie der ehemaligen Fürstenfamilie und beherbergt Kostbarkeiten aus deren Besitz.
Etwa eine historische Waffensammlung oder poetischer: Eine barocke Schatz- und Wunderkammer.

Hohe Wand

Niederösterreich

Meine Eltern sind in Wiener Neustadt aufgewachsen und für sie war die Hohe Wand so etwas wie ein Hausberg, dieser östliche Ausläufer der Alpen.

Sie haben immer wieder Ausflüge dorthin gemacht, auch in der Kriegszeit. Und als mein Vater dann ins Pensionsalter gekommen ist, hatte er dieGelegenheit ein
Grundstück auf der Hohen Wand zu erwerben, wo ein abgebranntes Bauernhaus gestanden ist und dort hat er sich ein kleines Haus gebaut in den 60er Jahren
des vorigen Jahrhunderts, das meine Frau und ich lieben, das unsere Kinder lieben und auch unsere Enkelkinder sind dort sehr gerne draußen.

Ich glaub', wir kennen fast jeden Winkel auf der Hohen Wand. Wir haben dort hunderte Wanderungen gemacht.

Wir lieben die Erreichbarkeit von Wien aus, wir schätzen Menschen, die dort leben und wohnen und bis heute bin ich gerne und oft mit meiner Familie Gast
auf der Hohen Wand und bin eigentlich sehr verbunden mit dieser Region.

Steinfeld

Niederösterreich

Zwischen Wiener Neustadt und Neunkirchen wird das Steinfeld von der Bundesstraße 17 durchschnitten,
mit 15 Kilometern das längste geradlinige Straßenstück Österreichs.

Dieses Gebiet ist ein Schwemmkegel im Süden vom Wiener Becken.

Damit die Landschaft nicht versteppt, ließ Kaiserin Maria Theresia im großen Stil Schwarzföhren anpflanzen.

Für die einen ist diese Straße die „Neunkirchner Allee“, für die anderen die „Wiener Neustädter Grundlinie“.
Denn auch diese wurde hier auf Veranlassung von Maria Theresia angelegt, um die erste Landvermessung von Österreich-Ungarn zu ermöglichen.

Donaubrücke Hainburg

Niederösterreich

Eine schlanke Schönheit ist es, die über dem Wasser der Donau schwebt.
Der Stahlpylon, der ihre Seile trägt, ist 76 Meter hoch.
Von seiner Spitze aus ist Bratislava gut zu erkennen.
Kein Wunder, von hier sind es ja nur wenige Kilometer bis zur slowakischen Grenze.

Die Donaubrücke Hainburg ist die einzige Brücke über die Donau zwischen Wien und Bratislava.

Sie ist fast zwei Kilometer lang und verbindet die Aulandschaft am linken Flussufer mit der Stadt Hainburg am rechten.

Schon seit dem Altertum gab es hier natürliche Querungen der Donau. Aber es sollte bis 1970 dauern, bis man die erste Brücke an dieser Stelle errichtete.

Weinviertel Feldarbeit

Niederösterreich

Im Weinviertel reiht sich Feld an Feld.
Auf mehr als der Hälfte des Ackerlands wächst Getreide.
Von der Aussaat bis zur Ernte kommt viel Arbeit zusammen,
und viele Kilometer mit dem Traktor auf den Feldern.
Bahn für Bahn.
Immer schnurgeradeaus.
Wirklich immer?

De Landwirtna aus Ernstbrunn
Homs Joar üba vü zum tun.
Am Tag do foans stur
und brav in der Spur.
Aber nachts, da foans wüd umadum!

Rapottenstein

Niederösterreich

Dichter Wald umgibt die Burg Rappottenstein, früher nannte man ihn den Nordwald.

Es ist eine typische Wehranlage der Kuenringer, um sich zu schützen und die Straße nach Böhmen abzusichern.

Ihre wuchtigen Mauern wachsen aus dem Felsen hoch über dem Kamp.

An die Hochburg schließt eine Gartenterrasse an mit einem rechteckigen Uhrturm.
In ihm befindet sich eine Pendeluhr, die täglich von Hand aufgezogen wird und nur zu jeder vollen Stunde schlägt.

Ihr Ziffernblatt hat auch nur einen Stundenzeiger.

Als sie 1662 konstruiert wurde, gab man sich damit zufrieden, nur die Stunden zu messen.
Man nahm es mit der Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes, noch nicht so genau.

Altenburg

Niederösterreich

Im 12. Jahrhundert, als das ganze Land noch vom Nordwald bedeckt war,
errichteten zwölf Mönche am „Ort einer alten Burg“ ein Kloster: Stift Altenburg.

Die Gegend war heiß umkämpft, das Kloster eine Schutzburg.
Erst in friedlichen Zeiten wurde es zum prachtvollen Barockbau umgestaltet.
Doch seine schönste Seite schaut noch immer in Richtung Wald.

Hagelflieger Wachau

Niederösterreich

Wer kennt ihn nicht, den berühmten Wachauer Wein?
Zu seinen Beschützern gehören die Hagelflieger.

Während andere Flugzeuge einem Unwetter ausweichen, fliegen sie hinein und sprühen Silberjodid in die Gewitterzelle.
Auf diese Weise bringen sie die Wolken schneller zum Abregnen – sagt man.

Keine Frage, dafür braucht es Können und Mut. Die kleine, einmotorige Maschine kann dabei nämlich ganz schön durchgebeutelt werden.

Seit 1977 sind die Hagelflieger hier im Raum Krems-Langenlois aktiv und fliegen jedes Jahr bis zu 90 Einsätze.
Zum Wohl von Marillen, Wein, Pfirsichen und vielen anderen zarten Pflänzchen.

Weißenkirchen

Niederösterreich

Auf der linken Donauseite, im Herzen der Wachau, liegt die Weinbaugemeinde Weißenkirchen.

Wer sich einen Tropfen Riesling schmecken lässt, weiß vielleicht, dass genau hier die Wiege dieser Weinrebe liegt.

Was auffällt, ist die mächtige, gotische Kirche. Zum Schutz gegen die Türken hat man sie im 14. Jahrhundert als Wehrkirche gebaut.

Genauso alt ist das Gebäude im Schatten ihres Turmes, es ist die älteste Volksschule von Österreich.

Landhaus St. Pölten

Niederösterreich

1992 bekam die niederösterreichische Landesregierung in St. Pölten ein eigenes Viertel.
Für den damaligen Landeshauptmann Siegfried Ludwig ging damit ein Lebenstraum in Erfüllung.

Apropos Politiker: Der britische Premierminister Winston Churchill war zwar kein Architekt, aber er hat angeblich gesagt:
„Wir formen unsere Gebäude, danach formen sie uns.“

Hochquellenleitung Leobersdorf

Niederösterreich

Der Aquädukt bei Leobersdorf, südlich von Bad Vöslau.
Er hat 22 Bögen und jeder von ihnen eine Spannweite von fast zehn Metern.

Er überquert die Triesting und bringt frisches Trinkwasser nach Wien.

Vor rund 150 Jahren hat man ihn gebaut, als Teil der Ersten Wiener Hochquellenwasserleitung.

Kristallklares Alpenwasser für die Großstadt – heute mag das Routine sein.
Damals brauchte es wahre Pioniere, um das durchzusetzen.
Eine Errungenschaft, um die uns die Welt noch heute beneidet.

Herbstwald bei Hainfeld

Niederösterreich

Herbst du grillenhafter Gesell:
Kommst du in diesem Jahr sacht über Nacht?
Oder geschwind wie der Wind? 

Herbst du bunter Hund:
Tupfst Du deine Farben leis auf jeden einzelnen Baum?
Oder schüttest du sie dreist über den ganzen Wald?

Herbst du wetterwendischer Kerl:
Löst du die Blätter behutsam von ihren Zweigen?
Oder reißt du sie in stürmischer Wut herab?

Herbst du launischer Herrscher:
Dürfen wir nochmal feiern bevor wir winterlich sterben?
Oder lässt uns dein kalter Atem unversehens vergehn?

Morgenstimmungen westlich der Rax

Niederösterreich

Am frühen Morgen im Gebiet der Rax.

Wenn der Wind die Wolken dahintreibt
und die Berge an ihrem Platze bestehn:
Dann lern von den Wolken das Weiterziehn
und von den Bergen wie Bleiben gelingt.

Wenn der Wind die Wolken neu formt
und die Berge still in sich ruh’n:
Dann lern von den Wolken Vergänglichkeit
und von den Bergen wie Beständigkeit glückt.

Höllental im Winter

Niederösterreich

Man darf sich vom Namen Höllental nicht abschrecken lassen, es ist ganz und gar keine Hölle, sondern eine wunderschöne Tallandschaft
und wer die Rax liebt und den Schneeberg liebt, der muss auch das Höllental lieben, denn das Höllental verbindet die Rax mit dem Schneeberg.

Und ich habe oft Wanderungen mit meiner Frau gemacht in der Raxgegend und in der Schneeberggegend und besonders erfreulich und
erfrischend war es, von einem dieser beiden Berge in das Höllental abzusteigen und sich dort dann im kalten Wasser der Schwarza zu erfrischen.
Und wir haben Platzerln gekannt, wo niemand vorbeigekommen ist und wo man sich auch der Kleider völlig entledigen konnte und in das kalte
Wasser der Schwarza eintauchen und sich dann wie neu geboren vorzukommen.

Besonders gern habe ich den Schneeberg, auf den ja immer noch die dampfgetriebene Zahnradbahn wie in der guten alten Zeit hinaufführt,
den man aber auch natürlich zu Fuß erwandern kann und wo auch eine wunderschöne alpine Fauna und Flora vorhanden ist. Und die Chance,
dass man am Schneeberg Gämsen sieht oder Rotwild sieht, ist sehr hoch und an der Spitze des Schneebergs gibt's dieses markante Kirchlein.
Und wenn man dort oben steht, hat man einen wunderbaren Rundblick.

Bodenwiese

Niederösterreich

Wenn man von Payerbach aus nach Norden hinauf wandert,
kommt man auf den Gahns, ein Hochplateau und Ausläufer vom Schneeberg.

Und hier liegt: Nein, kein großer See, sondern eine große Wiese.
Was heißt groß?! Eine riesige Wiese.
Die größte Alm von Niederösterreich.
Mit Namen „Bodenwiese“.

Morgennebel im südlichen Niederösterreich

Niederösterreich

Im Süden von Niederösterreich ist der erste Schnee gefallen.

Anton Freiherr von Klesheim:
„Und wia dö Flánkerln niedágehn
auf d'Erd'n dös war grad so schön,
Als hát má über's ganzi Land,
Á schneeweiß g'wasch'n's Leintuach g'spannt.

Und alli Bleamln, Bám und Gsträuch,
War'n wia von Zucker, alli gleich,
D'Berg warn einpudert, anderst nöt,
Wan iad'r á Párok'n auf hät.

D'Liab is, als wia dá ersti Schnee,
In Tal und auf dá Alp'nhöh';
Wias wen'g warm wird, reiß'ns aus,
Bei'n Schneib'n und Liab'n schaut nix raus.“

Spitz in der Wachau

Niederösterreich

Mehr als tausend Jahre alt ist die Gemeinde Spitz in der Wachau.
Davor haben schon Kelten und Römer hier Wein angebaut.

Zu den ganz besonderen Rieden zählt der „Tausendeimerberg“.
In guten Erntejahren brachten die Weinstöcke an seinen Hängen bis zu tausend Eimer Wein.
Riesling, Grüner Veltliner oder Neuburger.

Heute wären das 56.000 Liter.
Mehr als genug für einen veritablen Rausch.

Lobau im Winter

Wien

Einst wuchsen bis Hainburg große Auwälder an den Ufern der Donau.
Nach ihrer Regulierung 1875 blieb im Gebiet von Wien nur noch die Au auf der nördlichen Seite bestehen.
Zu Zeiten der Monarchie war sie Jagdrevier. Heute ist die Lobau Naherholungsgebiet der Wiener.
Für jeden, der sie kennt, ist sie aber noch viel mehr, besonders im Sommer:
Ein kleiner, einzigartiger Dschungel, der ein Stückchen Freiheit schenkt von den Mauern und Sitten der Großstadt.

Leopoldsberg

Wien

Einer der Hausberge von Wien ist der Leopoldsberg.

Schon im 12. Jahrhundert wurde auf seinem Gipfel eine Burg errichtet, um die Stadt vor Angriffen zu schützen.
Die Befestigungen sind noch heute sichtbar.

1793 stiftete Kaiser Leopold I. dann eine Kapelle, die dem Heiligen Leopold geweiht ist und dem Berg seinen Namen gab.
Er ist ein begehrtes Ausflugsziel. Vor allem der Aufstieg vom Kahlenbergerdorf aus über den steilen „Nasenweg“ ist beliebt.
Sieht man doch bei jeder Kehre weiter über die Stadt.

Glashäuser in Simmering

Wien

Schaut man von Osten auf Wien, vom Bezirk Simmering aus, könnte man glauben, die Wiener sind Vegetarier.
Denn dort, am Rande der Stadt, oder nein, sogar in der Stadt, reiht sich Glashaus an Glashaus. Stadt-Landwirtschaft.
Ein Drittel von dem, was in Wien täglich verputzt wird, wächst im Stadtgebiet.

Aber: Selbst wenn der Gemüsestrudel immer beliebter wird, das Schnitzel wird er wohl nie vom Teller schubsen.

Belvedere

Wien

Ein Sommerpalais sollte es werden, vor den Mauern der Stadt.
Und so ließ Prinz Eugen von Savoyen 1714 an einem Hang zwei Schlösser anlegen.
Ein Park verbindet die beiden Gebäude, ganz im Geist des Barock streng symmetrisch gestaltet.
Wege und Sichtachsen weisen hin zum oberen Schloss, symbolisch der Olymp, auf dem der erfolgreiche Feldherr residiert.

Mit wunderschönem Blick über Wien. Auf Italienisch: Belvedere.

Hofburg

Wien

Die Hofburg im Herzen Wiens ist einer der größten Baukomplexe dieser Art in Europa. Die Hofburg hat eine Baugeschichte, die mehr als 600 Jahre zurückreicht,
weil die einzelnen Herrscher und Herrscherfamilien immer neue Bauelemente hinzugefügt haben.

Das Jahr 1918 hat die Republik gebracht, der neue Bundespräsident hat im Kanzleramt residiert. Und im Jahr 1945 hat Karl Renner, als er Bundespräsident wurde,
sich entschlossen, das Büro des Bundespräsidenten in die Hofburg zu verlegen. Und er hat das Arbeitszimmer des Joseph II. ausgesucht als Arbeitszimmer des Bundespräsidenten.

Ich war 12 Jahre als Bundespräsident in der Hofburg tätig und hab’ diesen Arbeitsplatz wirklich sehr geschätzt, auch als historisches Gefühl, das man hat, wenn man in der Hofburg
arbeitet, die ich im Jahr 1963 zum ersten Mal betreten habe, als mich Bundespräsident Dr. Schärf zu einem Besuch in der Hofburg als jungen Parlamentsjuristen eingeladen hat.

In der Nähe der Hofburg steht auch das Parlament, in dem ich auch viele Jahrzehnte gearbeitet hab, das ich sehr geschätzt hab‘.

UNO City

Wien

Die einst wild fließende Donau war lange die Grenze Wiens nach Nordosten.
Doch als die Stadt immer weiter wuchs, wurde auch das sogenannte Trans-Danubien interessant:
viel freie Fläche und also eine große Spielwiese für Planer und Architekten abseits der eng reglementierten Altstadt.

Der Weltpolitiker Bruno Kreisky holte in den siebziger Jahren die UNO hierher und baute ein Konferenzzentrum,
architektonisch auf Augenhöhe mit vergleichbaren Anlagen weltweit.
Ein Erneuerungsschub und ein Bedeutungszuwachs, den Wien damals wie heute gut gebrauchen kann.

Die UNO City, wie sie auch in der Stadt genannt wird, wurde auf 99 Jahre an die Vereinten Nationen vermietet,
für einen symbolischen Schilling.
Was für eine Mezzie.

Donauinsel und Kraftwerk Freudenau

Wien

Die Dämmerung senkt sich auf das Land und schenkt der Donau ein schläfriges Blau.

Wenn es dunkel wird, beginnt Wien zu schimmern.
Die Lampen von Straßen, Geschäften und öffentlichen Gebäuden schaffen eine riesige Lichtglocke über der Stadt.
Bis zu 180 Kilometer weit war sie zu sehen. War. Denn seit 2010 wird die elektrische Beleuchtung nach und nach durch LED-Lampen ersetzt.

Dadurch entsteht weniger Lichtsmog, aber auch ein anderer Eindruck der nächtlichen Stadt.
So wie damals, als das elektrische Licht das Gaslicht ablöste.

Doch egal welche Art der Beleuchtung, bei Nacht verwandelt ihr Licht weiterhin die Brücken über die Donau in Perlenketten über dem Fluss.

Wurstelprater

Wien

Die Nacht in Wien hat stille und laute Züge.
Im Prater liegen sie Seite an Seite.
Während der grüne Prater schläft, bleibt der „Wurschtelprater“ munter.
Und das seit mehr als 250 Jahren.
Damals öffnete Kaiser Josef II. das Augebiet für das Volk und, typisch Wien, schon entstanden auch die ersten Lokale und Puppenbühnen.
Mit ihrem Star: Dem Hanswurst, oder auf wienerisch: „Wurschtl“.

Die Weltausstellung 1897 brachte das Riesenrad und damit ein neues Wahrzeichen. Ihm folgten weitere Karussells, Schaukeln und Bahnen.

Immer noch kommen neue dazu und es ist ein Drehen, Wirbeln, Fahren, Schupfen, Sausen, Fliegen, Springen, Kreisen, Fallen, Ringeln, Kugeln, Preschen, Schleudern, Jagen, Schlingern, Kreiseln, Segeln, Rollen,...